Ist Amerika die grösste Steueroase?

Das Thema der Briefkastenfirmen ist seit wenigen Wochen wieder aktuell. Die Möglichkeiten, durch die in den unterschiedlichsten Ländern Steuern gespart werden können, sorgen für grossen Zulauf. Dabei ist leider zu erkennen, dass wichtige Initiativen für Reformen von den Vereinigten Staaten von Amerika blockiert werden, die dazu führen, dass kein Datenaustausch möglich ist.

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Aus einer Untersuchung, die die Fraktion der Grünen im Europaparlament initiiert hat, kommt heraus, dass die Vereinigten Staaten sich immer mehr dazu entwickeln, weltweit das grösste Steuerparadies zu werden. Interessant ist diese Entwicklung, da die USA sehr viel Druck gemacht haben, damit die Bankgeheimnisse in der Schweiz und in Panama verringert werden. Dies führte dazu, dass Steuerhinterziehern immer schwerer gemacht wird, die Anonymität in der Schweiz oder Panama zu nutzen.

Ein Anwalt von Tax Justice Network, die keiner Regierung untersteht, äussert sich wie folgt. Die Vereinigten Staaten blockieren momentan zwei wichtige Initiativen, die im Kampf gegen Korruption, Steuerhinterziehung und Geldwäsche von elementarer Wichtigkeit sind. Die erste initiative soll den Datenaustausch der Banken automatisieren und für einen Informationsaustausch mit den weltweiten Finanzämtern führen. Bei der zweiten Initiative geht es darum, die wahren Köpfe hinter den Briefkastenfirmen herauszufiltern. Beide Initiativen werden mit Hochdruck von Europa unterstützt, während gerade die Vereinigten Staaten sehr passiv bleiben.

Noch ist die Kritik daran sehr gering

Das amerikanische Recht ist leider in den 50 Bundesstaaten sehr unterschiedlich. So können in 14 Bundesstaaten immer noch Unternehmen gegründet werden, ohne dass dabei ein Geschäftsführer oder Eigentümer namentlich benannt werden muss. Das macht die Transparenz so schwierig. Deshalb gelten die Staaten Nevada, Delaware und Wyoming immer noch als Oase für Briefkastenfirmen. Die Kritik aus Europa und Deutschland ist aber noch sehr human und so äusserte sich Wolfgang Schäuble in einem Interview auch nur mit minimaler Kritik. Washington werde schon noch dafür sorgen, dass eine einheitliche Rechtslage geschaffen wird.

Die Problematik ist laut Experten leicht zu benennen. Momentan kann das ausländische Vermögen, was in amerikanischen Staaten angelegt ist, auf eine Summe von mehr als 17 Billionen Dollar beziffert werden. Das entspricht knapp 20 Prozent der weltweiten Geldanlagen, die ausserhalb der eigenen Grenzen angelegt werden. Das dabei natürlich der amerikanische Kongress auch einige Initiativen von Obama blockiert, liegt auf der Hand. Deshalb sollen die Vereinigten Staaten von Amerika mehr unter Druck gesetzt werden.

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