Die Dow-Theorie von Charles H.Dow

Die Dow-TheorieDie Dow-Theorie ist auf Charles H. Dow zurückzuführen. Der Amerikaner wurde im Jahre 1851 in Connecticut geboren und gilt als Begründer und Herausgeber des Wall Street Journals. Er war Wirtschaftswissenschaftler und Journalist. Nach seinem Namen wurde der Dow Jones benannt. Dabei handelt es sich um den wirtschaftlichen Index der USA, der wie der  Deutsche Aktien Index (DAX) den Wert der grössten amerikanischen Standardwerte widerspiegelt. Charles Dow beschäftigte sich intensiv mit den Börsennachrichten und begann daraus einen Index zu entwickeln, der die wirtschaftliche Stärke definieren sollte.

Nach diesen Erkenntnissen wurde der Dow Jones Railroad Average als erster Aktienindex der Vereinigten Staaten von Amerika entwickelt. Heute wird dieser als Dow Jones Transportation Average, oder kurz als „Dow Jones“ bezeichnet. Die erste Veröffentlichung der Werte erfolgte im Jahre 1884. Auch der Dow Jones Industrial Average, der bis in die heutige Zeit bekannt ist, kann auf die Arbeit von Charles H. Dow zurückgeführt werden. Dieser wurde im Jahre 1896 das erste Mal benannt.

Grundprinzipien / Kernaussagen der Dow-Theorie

Aus der Arbeit von Charles H. Dow entwickelte sich die Dow-Theorie. Diese beruht auf den Erkenntnissen, die der Journalist durch seine Analysen gewann, und gilt als Grundlage aller wirtschaftlichen und technischen Analysen, die bis in die Gegenwart durchgeführt wurden und werden. Diese Theorie versucht, die Funktionsweise der Finanzmärkte zu erklären, und bedient sich dabei sechs Grundprinzipien, die der republikanische Politiker John J. Murphy in einem umfangreichen geschriebenen Werk und in zahlreichen Seminaren erklärt. Der Amerikaner hat sich dieser Theorie verschrieben, und sie ist aus den Finanzmärkten nicht mehr wegzudenken. Die Dow-Theorien beruht auf sechs Säulen, die auch als Kernaussagen bezeichnet werden. Murphy prägte den modernen Begriff „Technische Analyse“, der jedoch eindeutig auf die Erkenntnisse zurückgeführt werden kann, die Charles H. Dow um die Jahrhundertwende des vorigen Jahrhunderts prägte.

Punkt 1: Die drei wichtigen Trends

An den Finanzmärkten sind in der Regel drei Trends zu beobachten. Diese werden als primärer Trend, als sekundärer Trend oder als tertiärer Trend bezeichnet. Der tertiäre Trend wird auch als unbedeutender Trend bezeichnet, da dieser nur über einen sehr kurzen Zeitraum beobachtet wird, der keinen grossen Einfluss auf die Entwicklung des Marktes hat. Der primäre Trend hat die grösste Bedeutung, denn dieser wird mindestens für ein Jahr, in der Regel jedoch länger beobachtet. Unterbrochen wird er hin und wieder von sekundären Trends, die für einige Wochen oder Monate den Markt beherrschen und meistens eine bereits bestehende Entwicklung korrigieren.

Punkt 2: Der primäre Trend erlebt drei Phasen

In diesem Zusammenhang spricht man von der Akkumulationsphase, der Partizipationsphase und der Distributionsphase. In der Akkumulationsphase kaufen risikobewusste Anleger Aktien von Unternehmen, die längerfristig gehalten werden, weil das Unternehmen entsprechend aussichtsreiche Prognosen aufzuweisen. Es stehen Aktien zum Kauf, weil konservative Anleger diese verkaufen. In der Partizipationsphase ist das Unternehmen auch für konservative Anleger interessant, die Aktienkäufe nehmen zu. In der Distributionsphase verzeichnet das Unternehmen einen hohen Gewinn. Konservative Käufer kaufen die Aktien, die gut informierten Anleger verkaufen, weil in naher Zukunft eine Abschwächung des Gewinns erwartet wird.

Punkt 3: Die Aussagekraft des Aktienkurses

Diese Theorie besagt, dass sich in dem Aktienkurs eines Unternehmens seine wirtschaftliche Stärke sehr deutlich widerspiegelt, weil der Wert auf jede Eventualität sofort reagiert.

Punkt 4: Die Einheit von Transportation und Industrial Average

Hier geht es um die Einheit des Transportation Average und des Industrial Average. Beide sollten in die gleiche Richtung tendieren. Ist dies nicht der Fall, spricht man von einer Divergenz, die sich nachteilig auf den Wirtschaftsfaktor auswirkt.

Punkt 5: Die Übereinstimmung von Markt und Handelsvolumen

Analog zu Punkt vier müssen Markt und Handelsvolumen übereinstimmen. Ein wachsender Markt muss ein wachsendes Volumen nach sich ziehen, ein stagnierender Markt wird zu einem stagnierenden Volumen führen.

Punkt 6: Trends verändern sich, der Markt muss sich anpassen

Ein primärer Trend kann jederzeit vom Markt beendet werden. Dies wird durch neue Entwicklungen deutlich angezeigt. In der Marktforschung werden veränderte Trends aufgespürt, bevor das klare Signal gesetzt ist, und der Markt kann im Idealfall sofort darauf reagieren.

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